Ludger Kenning
Die Schienenfahrzeuge der Bentheimer Eisenbahn
Kompendium über den Fahrzeugpark
2026; 336 Seiten, 297 Farb- und 352 s/w-Abbildungen, 105 Tabellen und 79 Zeichnungen, Format 22 x 29 cm gebunden
BENTHEIMER EISENBAHN - FAHRZEUGPARK
In der nunmehr 130-jährigen Geschichte der Bentheimer Kreis- bzw. Eisenbahn hat der Fahrzeugpark auf der Schiene so manche
Wandlung erfahren. Fabrikneue Fahrzeuge „von der Stange“ zu kaufen, war eher untypisch für die BE, häufig hoben sie sich mit allerlei
technischen Besonderheiten aus den jeweiligen Serienproduktionen hervor. Äußerst bescheiden war der Bestand in der Frühzeit der Kreisbahn.
Leichte B-Kuppler beförderten zwischen Bentheim, Nordhorn und Neuenhaus die Wagen mit kurzem Radstand und mit Bremsern auf ihrem Hochsitz.
Mit dem expandierenden Beförderungsaufkommen und der Verlängerung der Strecke nach Norden (bis Emlichheim – Coevorden) und Süden (bis
Gronau) änderte sich das rasch, immer größere und immer mehr Lokomotiven und Wagen kamen in die Grafschaft. Höhepunkte waren dabei die ELNAs
mit den vierachsigen Wismarer Reisezugwagen der 20er Jahre sowie die schweren Neubaudampflokomotiven von Krupp in der Nachkriegszeit.
Der überaus lukrative Ölverkehr ermöglichte eine durchgreifende Verdieselung. Zunächst erschienen große elegante Esslinger Triebwagen,
unterstützt von einem Schienenbus, dann legte sich die BE ab 1955 eine umfangreiche Flotte von Stangendieselloks zu.